Ideen-Kiste 16 - März 2013 - Robin-Hood-Versand

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Ideen-Kiste 16 - März 2013

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Ideen-Kiste Nr. 16
März 2013



Die Fragen und das Nachdenken
Anregende Bücher zu Lebensfragen für das Gespräch mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen oder einfach für sich selbst

Gerade in diesen Tagen wird mal wieder deutlich, dass manche Dinge, die nahe beieinander liegen, doch ziemliche Gegensätze darstellen und sogar auseinander driften – nehmen wir mal „Glaube“ und „Kirche“. Oder „gesunde Ernährung“ und „industrielle Eierproduktion“.
Es lohnt sich, mit Kindern (und nicht nur mit Kindern)
über Wort-Paare nachzudenken.
Überhaupt ist Nachdenken eine wichtige Tätigkeit. Und zwar durchaus in Form des Multitasking: Nachdenken beim Essen, beim Fernsehen, beim facebooking, überhaupt Nachdenken beim Kommunizieren oder jedenfalls kurz vor dem Sprechen und auch nach dem Gespräch. Es hilft im Leben.

Einen verblüffend nachdenklich stimmenden Titel hat dieses Buch: „Was, wenn es nur so aussieht, als wäre ich da?“
Der Titel verweist auf eines von 12 Wort-Paaren, die oft gegensätzlich scheinen. Jedes Wort-Paar wird mit kurzen Fragen, klugen Texten und sehr passenden Fotos behandelt:

  • Eines und Vieles

  • Endlich und Unendlich

  • Sein und Schein

  • Freiheit und Notwendigkeit

  • Vernunft und Leidenschaft

  • Natur und Kultur

  • Zeit und Ewigkeit

  • Das Ich und der Andere

  • Körper und Geist

  • Aktiv und Passiv

  • Objektiv und Subjektiv

  • Ursache und Wirkung

Diese Begriffszusammenstellungen bilden den Schlüssel für grundlegende Erkenntnisprozesse in Gruppenstunden, Philosophie-Arbeitsgemeinschaften oder Religions- und Ethik-Unterricht. Das Besondere dieses Buchs: Es wirft nicht nur Fragen auf, sondern bietet auch Antworten und Erklärungen an. Denen kann man zustimmen oder auch nicht. Um das Nachdenken kommt man auch bei dieser Lektüre nicht herum. So soll es auch sein.

Trailer zum Buch "Ich wünschte", Mixtvision Verlag.

Bilderbücher – nicht nur für Kinder

Tipps und Thesen von Ulrich Baer

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass viele Bilderbücher wunderschön gestaltet und ausgestattet sind? Ästhetisch äußerst wertvoll und nicht einfach grell und vermeintlich „kindgemäß“. Eine pfiffige Typografie und Illustrationen, die nicht nur den kindlichen Augen schmeicheln, sondern auf raffinierte Weise gerade auch den aktuellen Geschmack Erwachsener treffen.

Viele uns besonders ansprechende Bilderbücher sind auch mit dem Blick auf eine erwachsene Leserschaft von den Autoren, Grafikern und Verlagen gestaltet worden. Natürlich weil wir in der Regel die Käufer sind. Aber nicht nur.

Wir bemerken es beim Kaufverhalten am Büchertisch: Viele kaufen das besonders künstlerisch herausragend gestaltete Bilderbuch für sich selbst oder als Geschenk für eine Freund oder die Kollegin. Wir stellen das auch daran fest, dass einige Illustrationen in Bilderbüchern, die bei Erwachsenen gut ankommen, auch als Postkartenserie oder als Motive in großen Wandkalendern herausgebracht werden.
Und das ist gut so. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Marketingidee.

Denn: Nachdenken und Sinnsuche sind angesagte Beschäftigungen, nicht nur ein Trend, sondern angesichts von Wirtschafts-, Kirchen- und Demokratiekrisen eine dringende Notwendigkeit.
Die künstlerisch herausragend gestalteten Bilderbücher helfen uns dabei. Sie konfrontieren uns mit einfachen, zuweilen absurd anmutenden Geschichten, in denen es um ganz grundsätzliche menschliche Probleme geht: Fragen zum Zusammenleben, über die Zeit und den Sinn unseres Lebens.

Philosophie vom Feinsten – und nicht nur aufgrund nachdenklicher Texte, sondern auch wegen der korrespondierenden Illustrationen: schön, passend, erstaunlich, sensibel und herausfordernd gestaltet. Anmutige visuelle Eindrücke als Anlässe zum Nachdenken. Für ruhige Minuten zuhause, als optische Intervention in der Beratungssitzung oder Material für das Vertonungsprojekt der Fachschülergruppe.


Beim Nachdenken selber wiederum hilft es, sich die richtigen Fragen zu stellen. Manche sagen, das sei überhaupt das Wichtigste für das Gestalten eines gelingenden Lebens.
In unserem Sortiment haben wir schon seit längerem schöne Fragen-Bücher. Eines möchte ich hier besonders erwähnen:

Von dem „Fragen fragen“
-Buch des norwegischen Philosophen und Jugendbuchautors („Sophies Welt“) Jostein Gaarder gefallen mir besonders die sensiblen, ausdrucksstarken Illustrationen des türkischstämmigen Zeichners Akin Düzakin.
Einige Fragenbeispiele:
„Wie können meine Beine dahin gehen, wohin ich will, während ich an etwas ganz anderes denke?“
„Wieso kann ich überhaupt sprechen?“
„Kann ich mich darauf verlassen, dass alles, woran ich mich erinnere, wirklich so geschehen ist?“
„Gibt es einen Gott, der uns Menschen erschaffen hat? Oder haben wir uns unsere eigenen Vorstellungen von Gott gemacht?“
Antworten findet man übrigens weder in den Illustrationen noch auf den Textseiten des Buchs, aber vielleicht im eigenen Kopf oder im Gespräch.

Auch Portraits können uns nachdenklich stimmen. Jedenfalls ist es mir so gegangen, als ich die Bilder im großformatigen Buch „Ich wünschte“
(siehe auch Youtube-Buchtrailer rechts oben) angeschaut habe:

Eine Doppelseite aus "Ich wünschte" , (C) Mixtvision Verlag (zum Vergrößern klicken).

Zu jedem Bild lesen wir auf der gegenüber liegenden Seite einen Text, der es in sich hat. Die Gehirnzellen sagen „Hoppla!“ beim Lesen. Und das führt schnell zu ausufernder Denktätigkeit. Herrliche Anregungen.

Ulrich Baer

Näheres zu den drei Büchern:
„Was, wenn es nur…“

„Fragen fragen“

„Ich w\'fcnschte“


Neue Bildkarten für Beratung und Meditation

Und wieder haben wir neue Kartensets für Sie entdeckt: Je 50 Fotokarten, 8 x 12 cm groß, zu zwei nachdenklich stimmenden Themen: Grenzen und Schatten. Gut geeignet als Material für die Selbstbesinnung und als Gesprächsimpuls. Wir empfehlen die ausgesprochen preisgünstigen Kartensets für den Konfirmanden-, Ethik- und Religionsunterricht wie für Beratungssituationen, in denen oftmals symbolische Bilder die Zunge lösen und Perspektiven eröffnen können. Auch in der Seniorenarbeit und andere Gesprächskreise ermöglichen die Bilder den Einstieg in eine tiefgehende und offene Kommunikation. Jedes Set ist bei uns erhältlich für 12,80 Euro plus Porto.
So viel kosten übrigens auch unser eigenes Kartenset "Seminare kreativ beginnen", auf das wir Sie hier gerne nochmal hinweisen möchten: 32 Karten im Spielkartenformat mit einem Foto und Kurztext, die die Methode schnell beschreiben und einer ausführlichen Anleitung auf der Kartenrückseite.


10 goldene Regeln für’s Spielen

Diese 10 Regeln zur Unterstützung des Spiels der Kinder durch ihre Eltern habe ich für Radyo MetropolFM geschrieben. Radyo MetropolFM ist der größte deutsch-türkische Radiosender in Deutschland. Er hat 2012 eine mehrwöchige Kampagne zur Elternbildung unter dem Motto "Lernen macht stark" durchgeführt.
Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen können diese Regeln gerne für ihre Elternarbeit verwenden.Auch als Arbeitspapier in Fachschulenklassen geeignet.

1. Kinder lernen im Spiel den Umgang mit Sachen und Menschen, sie entwickeln dabei ihre Persönlichkeit. Darum ist Spiel für Kinder lebensnotwendig. Kein Spiel ist für Kinder nur unnützer Zeitvertreib. Spielen ist zugleich lernen, üben, wiederholen, begreifen – und das mit Spaß und großer Motivation. Das müssen Eltern wissen und würdigen.
2. Eltern können das Spiel ihrer Kinder unterstützen, indem sie den Kindern viel Zeit zum Spielen lassen, indem sie den Kindern genügend Platz und Material zum Spielen zur Verfügung stellen.
3. Eltern sollten möglichst viel und möglichst oft mit ihren Kindern zusammen spielen, weil sie die Spielaktivitäten ihrer Kinder dadurch als wichtig anerkennen. Erwachsene bringen auch andere Ideen und Herausforderungen ins Spiel als gleichaltrige Spielkameraden.
4. Die Empfehlung, dass die Eltern mitspielen, gilt in besonderem Maße für die Väter, weil sie in vielen Familien seltener zuhause sind und die Kindererziehung oft immer noch als Angelegenheit der Mutter betrachten. Väter bringen aufgrund anderer Interessen auch zusätzliche Anregungen ins Spiel und sind auch besonders wichtig als Rollenvorbilder für Jungen.
5. Eltern fördern ihre Kinder auch, wenn sie den Alltag mit den Kindern spielerisch verbringen und auf die Einfälle ihrer Kinder eingehen, z.B. bei einem spontanen Rollenspiel mitmachen oder die Kinder mit Alltagsgegenständen spielen lassen, die eigentlich nicht für das Spielen gedacht sind. Hier sind natürlich keine Sachen gemeint, mit denen sich die Kinder verletzen können, die zu kompliziert oder zu wertvoll sind.
6. Welche Brett- und Computerspiele sind gut und sinnvoll? Nutzen Sie Spieltests von Stiftung Warentest. Sie können sich auch auf den jährlich verliehenen Preis „Spiel des Jahres“ verlassen – eine unabhängige Jury stellt gute Brettspiele vor! Grundsätzlich sind alle Spiele zu bevorzugen, bei denen die Kinder viel beeinflussen und entscheiden können und nicht nur auf Reize reagieren sollen. Also statt das Glücksspiel „Mensch ärgere dich“, lieber „Malefiz“, „Das verrückte Labyrinth“. Auch bei zu bevorzugenden Computerspielen sollte es um Kreativität und Planungsfähigkeit gehen wie z.B. bei „Die Siedler“ oder sogar um die Entwicklung ganzer Spielwelten wie bei „Die Sims“.
7. Für das Spielmaterial gilt: Kaufen oder schenken Sie nicht zu viel. Liebe und Zeit sind für Kinder wichtiger als Spielzeuggeschenke! Fallen Sie (oder ihr Kind) nicht auf Modespielzeug und bunte Werbung herein. Orientierung gibt die Kennzeichnung von Spielzeug mit dem orange-farbigen „spiel gut“-Punkt.
8. Fragen Sie ihre Kinder, wie sie ein Spiel finden und seien Sie dann nicht mit den Antworten „cool“ oder „Scheiße“ zufrieden, sondern fragen Sie nach: Warum? Was ist daran so und so? Zeig es mir mal…
Dadurch macht sich das Kind mehr Gedanken über das Spiel
, übt seine präzise sprachliche Ausdrucksweise, lernt genau zu beurteilen.
9. Wenn Spielaktionen von Jugendverbänden oder im Jugendzentrum angeboten werden: Schicken Sie ihre Kinder dahin! Dort bieten spielpädagogisch ausgebildete Fachkräfte Gruppenspiele an, die den Kindern die Integration erleichtern, die zusätzlichen Spaß verschaffen, den die Kinder sich alleine zuhause nicht organisieren können. Sie lernen da andere Kinder und neue Spiele kennen.
10. Besuchen Sie zusammen mit ihren Kindern außergewöhnliche Spielorte: In vielen Städten gibt es z.B. Kinder- oder Familienmuseen, Hochseilgärten, Zoologische Gärten und Betriebe mit einem „Tag der Offenen Tür“, in denen für Kinder Spielaktionen und Rallyes angeboten werden.

Ulrich Baer, Köln

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